Von vier Kreisstrukturen zum Kreissportbund Landkreis Leipzig
Die Wurzeln des heutigen Kreissportbundes Landkreis Leipzig reichen bis in die Zeit der politischen und gesellschaftlichen Neuordnung nach 1990 zurück. In den damaligen Landkreisen Borna, Geithain, Grimma und Wurzen entstanden eigenständige Kreissportbünde als Interessenvertretungen der örtlichen Sportvereine.
Mit der sächsischen Kreisgebietsreform von 1994 veränderten sich auch die regionalen Strukturen des organisierten Sports. Aus den bisherigen Landkreisen Grimma und Wurzen entstand der Muldentalkreis. Im westlichen und südlichen Teil der Region wurde der Landkreis Leipziger Land gebildet, zu dem insbesondere die Räume Borna und Geithain gehörten.
Entsprechend entwickelten sich aus den bisherigen Kreisstrukturen die beiden Kreissportbünde Muldental und Leipziger Land. Sie waren in den folgenden Jahren die regionalen Interessenvertretungen und Ansprechpartner für die Sportvereine in ihren jeweiligen Landkreisen.
2008 – Verschmelzung der Kreissportbünde Muldental und Leipziger Land
Mit der sächsischen Kreisgebietsreform 2008 wurden der Muldentalkreis und der Landkreis Leipziger Land zum neuen Landkreis Leipzig zusammengeschlossen. Die staatliche Kreisneugliederung trat am 1. August 2008 in Kraft und stellte auch den organisierten Sport vor die Aufgabe, seine bisherigen Strukturen zusammenzuführen.
Am Freitag, dem 12. September 2008, fand deshalb im Rahmen eines außerordentlichen Kreissporttages der Verschmelzungstag der ehemaligen Kreissportbünde Muldental – hervorgegangen aus den Strukturen der KSB Grimma und Wurzen – und Leipziger Land – mit den Wurzeln in den KSB Borna und Geithain – statt.
Im Kurhotel in Bad Lausick stimmten die 120 anwesenden Delegierten für die Verschmelzung. Zugleich beschlossen sie die Satzung und die Beitragsordnung des gemeinsamen Kreissportbundes.
Damit war die Grundlage für den Kreissportbund Landkreis Leipzig e. V. als gemeinsame Interessenvertretung des organisierten Sports im neu entstandenen Landkreis Leipzig geschaffen. Für die Übergangszeit bis zum ersten regulären Kreissporttag wurde ein Vorstand bestellt.
Entwicklung zum gemeinsamen Dachverband
Seit der Verschmelzung vertritt der Kreissportbund die Interessen der Sportvereine und des organisierten Sports im gesamten Landkreis Leipzig. Die Geschäftsstelle befindet sich in Naunhof. Neben der Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung entwickelte sich der KSB insbesondere als Dienstleister und Ansprechpartner seiner Mitgliedsvereine in Fragen der Sportförderung, Vereinsentwicklung, Aus- und Fortbildung sowie der Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorensportarbeit.
Aus vier früheren Kreisstrukturen und später zwei Kreissportbünden ist damit eine gemeinsame Sportorganisation für den gesamten Landkreis Leipzig entstanden.
Heute vereint der Kreissportbund rund 340 Sportvereine und weitere Mitgliedsorganisationen mit fast 48.000 Mitgliedern und ist damit die größte Personenorganisation im Landkreis Leipzig.
Weiterentwicklung der Verbandsstrukturen
Die Organisationsstrukturen des Kreissportbundes wurden seit seiner Gründung kontinuierlich weiterentwickelt. Ein wichtiger Schritt erfolgte beim Kreissporttag am 13. Mai 2024 in Borna. Dort beschlossen die Delegierten einstimmig eine umfassend überarbeitete Satzung und wählten ein neues Präsidium einschließlich Vorstand.
Der langjährige Präsident Wolfgang Klinger, der zuletzt als Vizepräsident tätig gewesen war, wurde in Anerkennung seiner Verdienste um den Sport im Landkreis zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zum Präsidenten wurde Andreas Woda gewählt.

