Mit dem Beschluss des Sächsischen Landtages zur Einführung einer gesetzlichen Qualifizierungszeit ab dem 1. Januar 2027 wird ein lange diskutiertes Thema endlich Realität.

„Aus Sicht des Kreissportbundes Landkreis Leipzig ist dies ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Entlastung für die zahlreichen Ehrenamtlichen, die tagtäglich das Vereinsleben in unserer Region tragen.“, so Kreissportbund-Präsident Andreas Woda.

Der Kreissportbund Landkreis Leipzig ist zertifizierter Träger für Aus- und Fortbildungen für Übungsleiter und Vorstände und bietet vielfältige und praxisorientierte Seminare und Kurse für alle, die im Breitensport aktiv sind. Unser Ziel ist es, die Qualität des Vereins- und Übungsleiterwesens weiter zu steigern und den ehrenamtlich Engagierten in der Region eine fundierte Ausbildung zu bieten.

Im Jahr 2025 haben im Kreissportbund Landkreis Leipzig 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei C-Lizenz-Lehrgängen neue C-Lizenzen erworben. Hinzu kommen 75 Lizenzverlängerungen. Insgesamt haben 2025 ca. 30 Lehrgänge für Übungsleiter und 13 Schulungen für Vereinsvorstände, zu Themen wie Vereinsrecht, Finanzen, Kinderschutz oder Öffentlichkeitsarbeit stattgefunden. Dabei konnten sich ca. 200 Ehrenamtliche für ihr Ehrenamt weiterbilden.

Das zeigt, die Qualifizierungszeit ist ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft. Die Möglichkeit, dafür künftig drei Arbeitstage pro Jahr in Anspruch nehmen zu können, stärkt nicht nur die individuelle Motivation, sondern auch die strukturelle Basis der Sportvereine vor Ort.

Als Kreissportbund begrüßen wir den Kompromiss ausdrücklich. Entscheidend wird nun sein, dass die Umsetzung praxisnah erfolgt und die Qualifizierungsangebote im Sportbereich ausreichend berücksichtigt werden. Dann kann die neue Qualifizierungszeit ab 2027 einen spürbaren Beitrag dazu leisten, das Ehrenamt im Sport zu stärken – und damit einen unverzichtbaren Teil des gesellschaftlichen Lebens in Sachsen nachhaltig zu sichern.